Von Anfang an haben wir mit verschiedenen Hilfsorganisationen zusammen-gearbeitet, damit wir in Osteuropa tatkräftiger arbeiten konnten.
P. Rolf Schönenberger war 13 Jahre lang Präsident der kirchlichen Bewegung «Pro Deo et fratribus», die von Bischof Paul Hnilica gegründet wurde. Auch mit der Gemeinschaft «Familie Mariens» haben wir bis in jüngster Zeit in diesen Ländern Osteuropas gearbeitet. Es waren vor allem die Schwestern dieser Gemeinschaft, die in unseren Häusern in Moskau und in Kiew die Arbeit mit den Kindern und Erwachsenen übernahmen.
In der Gründerzeit waren es vor allem die Kontakte zu Kirchen für den Osten, einer Hilfsorganisation, welche bislang 26 Kirchen mit Sattelschleppern nach Russland gebracht und sie dort jeweils in wenigen Tagen aufgebaut hat. Gemeinsam mit dieser Organisation haben wir eine Kirche in Piski in der Ukraine wieder aufgebaut, die von den Nationalsozialisten während des Krieges zerstört wurde. In dieser Kirche wurden damals 360 Frauen und Kinder bei lebendigem Leibe verbrannt. Diese Kirche erstrahlt heute in neuer Pracht und ist ein Zeichen der Versöhnung vor allem zwischen Deutschland und der Ukraine.
Die Ukrainehilfe in Klagenfurt wurde 1995 von der Gräfin Anna Czernin gegründet. Die Gründerin der kath. Frauenbewegung organisiert, sortiert und verpackt gemeinsam mit acht Mitarbeiterinnen Kleider, Geschirr, medizinische Pflegemittel bis hin zu Rollstühlen in über 5'000 Kartons pro Jahr. Die Hilfsgüter werden in Viktring zwischengelagert und mit LKWs nach Kiew trans-portiert. Dort sorgt Pater Rolf-Philipp Schönenberger von der Hilfsorganisation «Triumph des Herzens» für die Verteilung der Hilfsgüter an minderbemittelte Familien und Straßenkinder. Jährlich sind es über 100 Tonnen an Hilfsgütern, die so von Österreich in der ganzen Ukraine verteilt werden können.
Mehr über die Arbeit der Ukrainehilfe Klagenfurt finden Sie in
diesem Artikel in unserem News-Bereich.
Kath. Frauenbewegung der Kirche Kärnten: Ukrainehilfe
Kath. Kirche Kärnten: Bericht
Der Verein «Helfen Sie helfen» unterstützte vor allem unser Projekt «Mutter und Kind in Not» in der Ukraine und in Rumänien. Bis heute wurden über 15’000 Care-Pakete an werdende Mütter abgegeben, in denen alles enthalten ist, was eine Mutter für ihr Kind im ersten Lebensjahr benötigt. Dieses Projekt hat in der Ukraine, wo die meisten Pakete hingegangen sind, grosses Aufsehen erregt. Ukrainische Mütter nannten die Schweizer Spender und Spenderinnen «Retter unserer Kinder».
Auch von diesem Verein erreichen viele Care-Pakete Mütter und Kinder in der ganzen Ukraine. Auch viele LKW-Lieferungen mit Hilfsgütern für Spitäler (Einrichtungen und Spitalbetten) und Schulen (Schulbänke und Unterrichts-materialen) sind in den Jahren unserer Zusammenarbeit bedürftigen Gemeinden und Einrichtungen zugekommen.
In der Ukraine arbeiten wir im Gebiet Krementschuk mit der christlich caritativen und humanitären Organisation «Ednist» zusammen, welche zu den grössten und aktivsten Hilfsorganisationen in der Region Poltava zählt. (siehe nachfolgende Präsentation).
Anfangs der neunziger Jahre hat sich in Moskau der ehemalige Dissident Alexander Ogorodnikov um Strassenkinder und Obdachlose gekümmert und dieses Projekt «Insel der Hoffnung» genannt. Mit ihm haben wir einige Projekte gemacht, vor allem für die Strassenkinder in Moskau. Täglich wurden für die Kinder an den verschiedenen Bahnhöfen Nahrungsmittel und Mittagessen ausgegeben. Zunehmend wurden seine Projekte jedoch durch die Regierung behindert und mussten schliesslich aufgegeben werden.
Grosse Unterstützung haben wir auch durch Firmen erfahren. Bspw. durch die Firma Creaton in Deutschland, welche uns viele LKWs an Ziegeln zur Verfügung gestellt hat. Diese Ziegel werden in die Ukraine und nach Rumänien gebracht, um Kirchen und vor allem die Häuser der Armen neu zu decken. Dies hat es uns ermöglicht, im im Verlauf der vergangenen Jahre Dutzende von Häusern neu zu decken.