Einweihung des Kinderspielplatzes und des Pavillons mit sanitären Anlagen und Indoor-Spielräumen in Bocsa, Rumänien

Bocsa, 26. Mai 2015

Nach einjähriger Bauzeit wurde am 26. Mai 2015 der neue Pavillon und der Spielplatz für die Kinder von Bocsa feierlich eingeweiht und eröffnet. Er entspricht den Bedürfnissen vieler Kindern, welche in Bocsa bisher keine Möglichkeiten hatten, sich auf einem Platz zu treffen, der für gemeinschaftliche Spiele geeignet ist und auch eine entsprechende Infrastruktur für Kleinkinder aufweist. Die Freude war gross, als die Kinder vom Zentrum zusammen mit den Lehrern auf dem neuen Platz eintrafen. P. Rolf Schönenberger, der extra aus der Schweiz angereist war, weihte den Platz zusammen mit Priestern der Gegend feierlich ein. Zusammen mit dem bereits bestehenden Sportplatz bietet die Anlage Raum für Sport, Spiel und Spass für rund 600 Kinder.

Kinder bei der Eröffnungsfeier

Was im Jahr 2010 mit den Jugendlichen der Aktion Unity aus der Schweiz begann, mit deren Hilfe wir den Sportplatz bauen und im 2011 eröffnen konnten, fand 2014 eine wunderbare Fortsetzung, als wir dank der Lipoid Stiftung auch den zweiten Teil der Anlage in Angriff nehmen konnten. Der Fussballplatz wurde bis anhin rege benutzt, Turniere wurden ausgetragen und die KInder kamen täglich auf den Platz, um sich sportlich zu betätigen.

Fussballmannschaften auf dem Sportplatz

Erstellung des Kinderspielsplatzes und des Pavillons mit Umkleideräumen und Sanitären Anlagen

Aber wir hätten gerne das grosse Terrain genutzt, um darauf auch noch einen KInderspielplatz für die kleineren Kinder, welche noch keine Mannschafts-Sportarten spielen, zu errichten, wo sie unter Aufsicht ihre Freizeit verbringen können. Die Anlage wird  öffentlich zugänglich sein und nebst den Kindern, die wir im «Centru» betreuen, auch allen andere Kinden von Bocșa zur Verfügung stehen.

Gelände mit dem neuen Sportplatz

Damit der Platz auch für die Austragung von Sportveranstaltungen und Jugendturnieren verwendet werden kann, sollte darüber hinaus auf dem Grundstück ein Pavillon entstehen mit Umkleideräumen, sanitäre Anlagen und weiteren Indoor-Spielräumen.

Situationsplan

Am 5. Mai begannen die Arbeiten für die Nivellierung des Bauplatzes. Der Platz, wo der Kinderspielplatz und das Pavillon entstehen werden, ist leicht geneigt und uneben. Der Untergrund muss geebnet und gefestigt werden, damit die Installationen des Kinderspielplatzes und insbesondere das Fundament für das Pavillon waagrecht stehen und durch Regen nicht unterspült werden können.

Baumaschine beim Nivilieren des Platzes

Sinflutartige Regenfälle behindern den Baufortschritt

Trotz der sintflutartigen Regenfälle, die fast den ganzen Mai über andauerten, wurden Ende Mai die Aushebungsarbeiten für die verschiedenen Betonfundamente begonnen und die ersten Betonfundamente gegossen. Die langen und intensiven Regenperioden haben jedoch die Erdarbeiten und das Legen der Fundamente stark beeinträchtig und zeitweise praktisch verunmöglicht. Zwischen Mai und September waren gerade mal 3 Wochen regenfrei, so dass die Bauarbeiten wesentlich weniger schnell vorangekommen sind, als ursprünglich geplant.

Vom Regen verunstalltetes Terrain

Erst im Juli konnte in einem weiteren Schritt die Bodenplatte gegossen werden. Mitte Juli wurden die Ziegel für die Mauerarbeiten angeliefert und auf die Baustelle verbracht. Trotz des schlechten Wetters wurde mit den Maurerarbeiten unverzüglich begonnen und bis Ende Juli das Grundmauerwerk erstellt. Im Verlauf des Monat August entstanden die betonierten Stützpfeiler, welche zwischen den einzelnen Mauern die Tragfähigkeit des Gebäudes und des Dachstocks sicherstellen. Die Schalungsarbeiten für die Geschossdecke sowie die Armierungsarbeiten für das Dachgeschoss konnten bis Ende August abgeschlossen werden.

Pavillon im Rohbau

Fast den ganzen September hindurch hatte es weiterhin stark geregnet, was es schwierig machte, die Arbeiten voranzutreiben. Das Terrain rund um den Rohbau wurde völlig aufgeweicht und die bestehenden Drainagen, welche rund um den Bauplatz angelegt waren, erwiesen sich angesichts der Regenmassen als unzureichend. Weitere Abflussgräben mussten gezogen und das ganze Terrain mir rund 40 Lastwagenladungen Erde aufgefüllt und befestigt werden. Glücklicherweise wurde die Erde, welche letztlich für die abschliessende Bepflanzung massgebend ist, kostenlos von einem befreundeten Bauunternehmer zur Verfügung gestellt und bereitgestellt.

Arbeiter beim Einebnen

Rohbau und Umgebungsarbeiten für den Kinderspieplatz

Mitte September wurde die Bodenplatte für den zweiten Stock und das Treppenhaus des Pavillons gegossen und mit den Maurerarbeiten für den zweiten Stockbegonnen. Die heftigen Regenfälle machten jedoch ein weiteres Vorankommen unmöglich und die Arbeiten mussten bis Ende September ausgesetzt werden. Ende Anfangs Oktober wurden die Zäune gesetzt sowie das Terrain neu eingeebnet. Die ersten Spielanlagen wurden angeliefert und eingesetzt. Bis Mitte November werden die Maurerarbeiten für das zweite Stockwerk fertiggestellt und die übrigen Spielanlagen auf dem Kinderspielplatz montiert.

Montieren der Spielanlagen auf dem Platz

Anfangs Dezember begannen die Arbeiten am Dachstock. Bis Ende Dezember waren die Zimmereiarbeiten für das Dach fertiggestellt. Aufgrund der Feiertage ruhten die Arbeiten bis fast Ende Januar. Anfangs Februar beginnen die Dachdeckerarbeiten. Bis Ende Februar werden die Innenmauern fertiggestellt und die Fenster und Türen eingesetzt.

Pavillon mit Dachstock

Innenausbau und Fertigstellung

Nun beginnt der eigentliche Innenausbau. Die Isolation des Dachstocks und der Aussenwände werden in Angriff genommen. Elektrische Leitungen werden verlegt und die Wände mit Hartfaserplatten abgedeckt. Im Aussenbereich entsteht die abgedeckte Holzveranda. Anfangs März werden die Böden gegossen und die Wände und Decken mit Gipsplatten ausgekleidet. Die Elektriker ziehen Kabelkanäle ein und montieren Dosen und Verteilerkästen. Das Wetter wird langsam besser, so dass das Terrain langsam wieder trocken wird.

Bau der Holzveranda

Ende März können die Aussenmauern isoliert und verputzt, sowie die ersten Gartenarbeiten in Angriff genommen werden. P. Rolf besucht Ende März die Baustelle und vergewissert sich, ob die Bauarbeiten bis zur Eröffnung am 26. Mai fertiggestellt werden können. Anfangs April können die sanitären Räume mit Keramikfliesen ausgekleidet werden. Die Fussböden im ersten Stock sowie im Kinderspielzimmer und im Gymnastikraum werden mit Laminat belegt.

Direktorin und P. Rolf-Philipp Schönenberger vor dem Pavillon

Mitte April erhält der Pavillon einen Aussenanstrich und auch die Innenräume sind nun soweit fertig, dass sie gestrichen werden können. Ende April sind die Räume soweit fertig, dass wir mit einem Hilfsgütertransport die benötigte Einrichtung nach Bocsa bringen können. Auch der Aussenbereich ist soweit fertig, dass Sträucher und Bäume gesetzt und vereinzelt nochmals Gras angesät werden kann.

Gartenarbeiten am Aussenplatz

Bis zur Eröffnung am 26. Mai gab es jedoch noch viel zu tun. Die sanitären Anlagen müssen montiert und im ganzen Haus die Lampen und Dosen gesetzt werden. Die Verbundsteine für den Aussenplatz kommen am Vortag der Eröffnung und auch die Gartenabeiten dauern bis zuletzt. Schliesslich geht aber doch alles auf. Am 26. Mai 2015 kann der Spielplatz und der Pavillon unter dem Jubel der Kinder von P. Rolf und den geladenen Gästen feierlich eingeweiht und bewundert werden.

Kinder beim Spielen

Fotogalerie

Zur grossen Freude der Kinder konnte am 26. Mai 2015 der neu erstellte Pavillon mit Umkleideräumen, sanitären Anlagen und Indoor-Spielräumen, sowie der grosszügige Kinderspielplatz eröffnet werden. Zusammen mit den Kindern, den lokalen Geistlichen und geladenen Gästen weihte P. Rolf Schönenberger die Anlage ein, die nun den Kindern von Bocsa zur Verfügung steht.

Kinder bei der Eröffnungsfeier
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