Erste Anfänge in Russland

Seit 1984 bereiste P. Rolf-Philipp Schönenberger die Länder der ehemaligen Sowjetunion. Er begann, Menschen von Westeuropa auf Pilgerreisen diese Länder zu zeigen – vor allem die Not dieser Länder und die Schönheit ihrer Kultur. So kam es, dass immer mehr Menschen P. Rolf baten, er möge doch Hilfe für die augenscheinliche Not dieser Völker organisieren. 1992 schickten wir den ersten LKW. Noch im gleichen Jahr folgten weitere 18 Lieferungen für Russland. Verschiedene Firmen haben uns in der Folge LKWs zur Verfügung gestellt, mit denen wir jedes Jahr zwischen 100 und 150 Hilfsgüterlieferungen in die Länder Osteuropas bringen.

P. Rolf Schönenberger in Russland

Seit 1992 haben wir rund 1900 Hilfsgütertransporte durchgeführt. Anfänglich wurden vor allem Klöster und Pfarreien berücksichtigt, die Hilfe benötigten. Wir haben förmlich alles gebracht, was gebraucht wurde, um viele Klöster wieder neu zu restaurieren und instandzusetzen. 1994 wurde die internationale humanitäre Vereinigung «Triumph des Herzens» in Kiew gegründet. 1996 wurde auch in Moskau eine internationale Stiftung errichtet. Weitere Stiftungen wurde in Rumänien, Vereine in der Schweiz und in Deutschland gegründet, um die viele Arbeit bewältigen zu können.

Reliquienübergabe S. Nikolaus

Eine Suppenküche in Moskau

1992 wurde in Moskau, im Haus Mariens, auf Russisch «Dom Marii», eine Suppenküche für die Obdachlosen, Alten und Kranken eröffnet (Bild oben). Täglich kamen 80–120 Personen in dieses Haus um Nahrung und Hilfe zu erhalten. Neben Mahlzeiten boten wir auch juristische und mit Hilfe eines Arztes auch medizinische Hilfe an. Es wurden aber auch Hilfsgütern ausgegeben, vor allem Kleider für die Bevölkerung. Auch viele Klöster und Pfarreien kamen in dieses Zentrum. Leider ist dieses Haus nach 13 Jahren geschlossen worden, weil die Stadt Moskau das damit verbundene Aufsehen vermeiden wollte.

Suppenküche in Moskau

Ein weiteres Zentrum

Das zweite Zentrum, das wir in Moskau eröffneten,  befand sich im Martha Maria Kloster, einem orthodoxen Frauenkloster, das in unmittelbarer Nähe des Kremls liegt. Es wurde zum Zentrum für alle orthodoxen Klöster und Pfarreien. Von hier aus haben wir in weite Teile Russlands Hilfe gebracht. Viele Priester, Klöster und Dorfvorsteher kamen, um hier Hilfe zu holen. Die Zusammenarbeit mit der russisch-orthodoxen Kirche legte den Grundstein für die erfolgreiche Etablierung unseres Hilfswerks in Russland und gab uns die Möglichkeit, viel in Russland zu bewegen. Wir haben es als Zeichen der Vorsehung gewertet, uns auch aktiv für die Versöhnung mit der russisch-orthodoxen Kirche einzusetzen.

Martha Maria Kloster in Moskau

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