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Mit der Stricknadel Gutes tun

Osteuropahilfe schnürt Care-Pakete: Kleidung stricken für Babys in Not

erschienen im Winsener Anzeiger
am 17. Dezember 2020

Handorf. Den Corona-Winter sinnvoll nutzen und für Babys und Mütter in Not häkeln und stricken: Zahlreiche Hobby-Handarbeiter haben sich bereits gemeldet und ihre Arbeiten für den guten Zweck abgegeben. Jorinde Haarstick aus Handorf ist seit Jahren ehrenamtlich für die Hilfsorganisation "Osteuropahilfe" tätig, die unter anderem Mütter und Babys in Not mit Zubehör und warmer Bekleidung versorgt. Dazu gehören Schals, Handschuhe, Mützchen, die die Ohren bedecken, Babydecken (100 mal 100 Zentimeter), Jäckchen in den Größen 74 bis 104, Babyschuhe, Strampler und Strümpfe. Jorinde Haarstick hatte die Idee für die Strick-Aktion, aber: "Das alles funktioniert nur, weil so viele mitmachen. Es ist wie beim Stricken - alles ist miteinander verbunden. Wenn ein Teil fehlen würde, ginge es nicht."

In Zeiten der Covid-19-Pandemie sei die Situation für viele Menschen in vielen Ländern Osteuropas noch kritischer geworden als sie ohnehin schon war. "Die Aktion bringt nur Vorteile - für alle Beteiligten. Die Strickerinnen können ihre Fähigkeiten einsetzen. Was die zum Teil für Muster stricken und was für tolle Zusammensetzungen sie aus den Wollresten zaubern", schwärmt Haarstick. Gestrickt wird fortlaufend, nicht nur im Dezember. "Im Sommer hat wahrscheinlich keiner Lust, ich kann mir aber vorstellen das Projekt im Herbst wieder aufzunehmen."

Jorinde Haarstick nimmt Wollspenden entgegen, die an die Strickerinnen weitergegeben werden. Großzügige Spenden gab es zum Beispiel von Lydias Haus in Lüneburg und der Zeitschrift Landlust. Die Wolle kann im Hörladen in der Pieperstraße 3 in Bardowick abgeholt werden. Die fleißigen Handarbeiter können natürlich auch eigenes Material verwenden. Ein hoher Wollanteil ist erwünscht. Im Hörladen können dann auch die fertigen Spenden abgegeben werden.

Petra Meurer-Otto nutzt ihr Hobby, um Babys in Not zu unterstützen. Für sie gehört die Handarbeit zum Tagesablauf. Die Kirchengemeinden Bardowick und St. Dionys haben die Aktion beworben. Foto: mhe

Ehrenamtliche Helfer verpacken die Sachen in Care-Pakete, die die Osteuropahilfe in die entsprechenden Länder verschickt. Das Besondere an der Aktion: Keiner kennt den anderen. Die Handorferin freut sich über die Einsatzbereitschaft aller, durch deren Zusammenarbeit diese Aktion zustande gekommen ist, dazu zählen die Kirchengemeinden, die die Aktion beworben haben, die Strickerinnen, der Hörladen und alle anderen Helfer. "Normalerweise hätte ich gesagt, man trifft sich vorher einmal", so Jorinde Haarstick. Aufgrund der Pandemie musste das persönliche Kennenlernen aber ausfallen.  Haarstick hofft, die engagierten Helfer im nächsten Jahr einladen und dann von der Arbeit der Osteuropahilfe berichten zu können, die seit über 20 Jahren in vielen Ländern Osteuropas Familien und Kinder in Not unterstützt. - Autor: Mhe

Herzlichen Dank den treuen Unterstützerinnen

Das Projekt «Mutter und Kind in Not» ist eine Direkt­hilfe für bedürftige Mütter. Die Hilfspakete enthalten die notwendigsten Sachen für ein neugeborenes Baby bis zum zweijährigen Kind. Viele tausend solcher «Mutter und Kind in Not»-Pakete wurden in den letzten Jahren in der Ukraine  und in Rumänien an bedürftige Mütter abgegeben.

Es ist den vielen freiwilligen Helferinnen in Deutschland und der Schweiz zu verdanken, dass wir die spezielle Not der Mütter in Osteuropa lindern können. Nebst den Strickerinnen in Handorf gibt es eine ganze Reihe von Strickkreisen in der Schweiz und in Deutschland, welche regelmässig Babyjäcken, Söckchen und Decken für unsere "Mutter und Kind in Not" Pakete beisteuern.

Im Lager von Frau Brüggemann in Rosenheim stapeln sich die Windeln, Schnuller, Baby- und Kinderkleider, welche sorgfältig in hunderte von Schachteln abgepackt, nach Rumänien, Moldawien oder in die Ukraine transportiert und dort an die bedürftigen Mütter verteilt werden.

Wir möchten Ihnen - stellvertretend für die vielen tausend Mütter und Kinder, welche durch sie Hilfe erfahren haben, - unseren allerherzlichsten Dank aussprechen. Dank ihrem selbstlosen Einsatz konnten in den letzten zehn Jahren unzählige 'Mutter und Kind'-Pakete an bedürftige Frauen und Familien abgegeben werden.

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Mutter und Kind in Not-Projekte in Osteuropa

Der Newsletter vom September 2020 hat schwerpunktmässig die Unterstützungsprojekte für bedürftige Mütter in Osteuropa beleuchtet. Sie können den Newsletter als PDF herunterladen, indem Sie auf das untenstehende Bild klicken.

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